Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.
(Joachim Ringelnatz)

 

 

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“Die Anonyme Giddarischde“ besuchen die Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim


Einen Schulanfang der besonderen Art erlebten am Montag, dem 29.08.2016, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim. Thomas Edsel Merz und Roman Nagel, Frontsänger und Gitarrist der Band “Die Anonyme Giddarischde“ , folgten einer Einladung der Klasse 8a. Der Musik- und Deutschunterricht der etwas anderen Art, der natürlich im Pfälzer Dialekt gehalten wurde, vermittelte vor allem Wissen über die Historie der Pfalz und die Pfälzer Lebensart. Besonders herausgehoben wurde der Stellenwert der Bäche, vor allem des Rehbachs, der zu früherer Zeit zum Flößen genutzt wurde und eine wichtige Lebensader darstellte. Dieses Wissen rund um Pfalz, Wald und Wein wurde mit einigen Liedern der erfolgreichen Mundartband kombiniert. Die Unterrichtsstunde endete mit dem gemeinsamen Singen des “Pfalzliedes“, das an dieser Stelle natürlich nicht fehlen durfte.

 

Klassenleiterin Christina Fuchs-Risch stellt “Die Giddarischde“ vor
Klassenleiterin Christina Fuchs-Risch stellt “Die Giddarischde“ vor
 



Text: Christina Fuchs-Risch
Foto: Philipp Fuchs

 


 

Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim verabschiedet den Abschlussjahrgang 2016


Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, mit ausgelassener Freude über den erreichten Abschluss, aber auch mit viel Abschiedswehmut ging die diesjährige Entlassfeier der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim (PGRS+) nach unterhaltsamen zwei Stunden zu Ende.

"heute Hugo – morgen Boss" –  unter dieses Motto hatten die 94 Schülerinnen und Schüler der Abgangsklassen die Veranstaltung gestellt und tatsächlich waren die Aussichten auf eine erfolgreiche berufliche Zukunft selten so gut wie derzeit. Den ersten wichtigen Schritt auf diesem Weg sind die Jugendlichen nun gegangen, ob mit dem Qualifizierten Sekundarabschluss Ioder dem Berufsreifeabschluss, beide ermöglichen den Einstieg in das Berufsleben oder den Besuch einer weiterführenden Schule. Sieben der Schülerinnen und Schüler haben sich nachträglich für das 10. Schuljahr an der PGRS+ qualifiziert und werden der Schule somit erhalten bleiben. Scheinbar war das Dasein als "Hugo" an der PGRS+ gar nicht so unerträglich …

Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak begrüßte zunächst die Gäste der gut besuchten Abschlussfeier, die von den Schülerinnen, Schülern und deren Lehrkräften organisiert worden war. Es folgte ein herzlicher Dank für die erfolgreiche Zusammenarbeit des vergangenen Jahres, der nicht nur dem Kollegium und ihrem Schulleitungsteam um Konrektor Thomas Hasenöhrl und die pädagogische Koordinatorin Magda Hellstern galt, sondern auch der Schulsekretärin Sylvia Albrecht, dem Hausmeister Dietmar Fink, dem äußerst engagierten Schulelternbeirat mit Anja Köglmeier und Michael Gabel als Vorsitzenden und dem Förderverein, die alle in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen von großer Bedeutung für den Erfolg der Schule seien. Der Kreisbeigeordnete Manfred Gräf betonte denn auch genau diesen beeindruckenden Erfolg einer integrativen Realschule plus und Ganztagesschule, der nicht zuletzt an den konstant hohen Anmeldezahlen abzulesen sei.
 
Dann wurde das Mikrofon an das Moderatorenduo der Feier übergeben: Kelly Hammer und Rosa Forster aus der Klasse 10a führten charmant und humorvoll durch ein kurzweiliges Programm. Es wurde parodiert, gesungen und getanzt, und die Klasse 10 b versuchte sich an einer Schulversion von „Wer wird Millionär?“, was auch ohne Günther Jauch ganz hervorragend gelang.

Mit den Abschlusszeugnissen erhielten Nathan Biru und Alina Schalk Buchpreise der Ministerin für Bildung für besonderes Engagement in ihren jeweiligen Klassen, den Schulpreis für hervorragende Leistungen bekamen Michael Sapeta und Robert Glor und schließlich verlieh der Schulelternbeirat den Schulsozialpreis an Kevin Schlaps. Jennifer Sebastian wurde mit dem Buchpreis der Stiftung Pfalz-Metall als beste Physikschülerin ausgezeichnet.

Abschließend wurden zahlreiche Erinnerungsfotos gemacht - die Feier wurde bei hochsommerlichem Wetter im Freien mit einer Luftballonaktion beschlossen, bei der Ballons die Zukunftswünsche der Jugendlichen in den Böhl-Iggelheimer Abendhimmel trugen. Für die Abschlussschülerinnen und Abschlussschüler war damit der Tag allerdings noch nicht vorüber, sie feierten mit Freunden und Familie ausgiebig weiter.



Der Abschlussjahrgang 2016
Der Abschlussjahrgang 2016

 

 

Text und Foto: Markus Jung

 

 

KiTZ-Theaterkumpanei aus Ludwigshafen zu Gast an der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim


Die zehnten Klassen der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim erlebten eine Theatervorstellung der besonderen Art. Am Ende ihres Stückes bat die Darstellerin Bahar Adnar nämlich nicht nur zu sich auf die Bühne, sie servierte darüber hinaus eine Spezialität ihrer iranischen Heimat und reichte Tee. Zuvor hatte die Schauspielerin ihre Lebensgeschichte erzählt. Ihre Jugend verbrachte sie in einem liberalen Elternhaus in Teheran, fand früh Anerkennung als Sängerin, ging einem Beruf nach, hatte ihr eigenes Einkommen. Alles keine Selbstverständlichkeiten für eine Frau im Iran. Die Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben allerdings erfüllte sich nicht. Zu gering der Verdienst, zu eng das Korsett, das Religion und Tradition ihrer Generation auferlegen. Bereits alleine auf die Straße zu gehen, stellte für sie ein Abenteuer dar. Würde sie die Sittenpolizei wegen eines zu lockeren Kopftuches wieder festnehmen? Würden die Eltern sie ein weiteres Mal aus einer Polizeistation auslösen müssen? Allein und unzufrieden entsteht der Entschluss, in Deutschland zu studieren. Hier heiratet sie einen Deutschen, lebt freier, erfährt aber auch neue Abhängigkeiten, Ablehnung und wieder Einsamkeit. Kolleginnen sprechen nicht mit ihr, oft fühlt sie sich auf ihre Religion reduziert. Obwohl der deutschen Sprache mächtig, verstummt sie, verliert mit dem Gesang auch die Lieder ihres Großvaters und damit ein Stück ihrer Identität. Immer wieder vermisst sie nun sogar das laute und schmutzige Teheran. Als Regisseur Peer Damminger auf sie aufmerksam wird, entsteht das Stück „ZAADGAH – Heimat im Kopf“. Dieser Monolog vor Bildern ihrer Heimat ermöglicht den Jugendlichen einen spannenden Perspektivwechsel. Wie fühlt sich das an, fremd zu sein, eine neue Sprache lernen zu müssen, zu verstummen und immer wieder mit Vorurteilen und Ablehnung umgehen zu müssen? Wie begegnen einem die Deutschen, wie wird jemand bei uns aufgenommen, der anders aussieht und nicht fehlerfrei spricht? Ein interessanter Austausch, an den sich die Schülerinnen und Schüler im günstigsten Fall nicht nur wegen der leckeren Eierspeise erinnern werden.
 


Baha Adnar vor preisgekrönten Fotografien des Ludwigshafener Künstlers Dominic Jan Geis
Baha Adnar vor preisgekrönten Fotografien
des Ludwigshafener Künstlers Dominic Jan Geis
 


 Bei Tee und Omlett fällt das Gespräch mit den Theatermachern wesentlich leichter
Bei Tee und Omlett fällt das Gespräch
mit den Theatermachern wesentlich leichter
 



Text und Fotos: Markus Jung

 



 

Theater am Ehrenbreitstein zu Gast an der Peter-Gärtner-Realschule Böhl-Iggelheim


Einige der Schülerinnen und Schüler der Peter-Gärtner-Realschule Böhl-Iggelheim (PGRS+) kämpften beim Schlussapplaus mit den Tränen. Eine Gänsehaut hätten sie gehabt, berichteten sie später. Sie hätten Anne durch die Zitate aus ihrem Tagebuch richtig kennengelernt. Die tolle schauspielerische Leistung von Annika Woyda als Anne Frank und Matthias Krause, der ihren Freund Peter darstellte, habe eindrucksvoll die emotionale Achterbahnfahrt und die furchtbaren Ängste der Figuren vermittelt. In der Eigeninszenierung “Anne Frank. Ich habe sie geliebt!“ des Theaters am Ehrenbreitstein bringt Regisseur Gabriel Diaz das jüdische Mädchen 71 Jahre nach ihrem Tod auf die Bühne, das sich mit seiner Familie in Amsterdam vor den Nazis versteckt hielt. Die neunten und zehnten Klassen der PGRS+ zeigten sich stark beeindruckt von der Emotionalität der Darsteller, die lachten, weinten, sich stritten, Hoffnung schöpften, vom ersten Kuss berichteten und für einander schwärmten und immer wieder unglaublich große Angst hatten. Angst vor den Schüssen, den Bomben, vor Denunziation, aber auch Angst um ihre Helfer, die sie unter Lebensgefahr versteckten und mit Nahrung versorgten. Die Inszenierung stellt den Schülern mit Anne und ihrem Leidensgenossen Peter van Daan zwei Jugendliche vor, die ganz ähnliche Bedürfnisse haben wie sie selbst und ganz ähnliche Erfahrungen machen, aber doch zu einem völlig anderen Leben und einem sehr frühen Tod verurteilt sind. Ein berührendes Erlebnis, das die trostlosen Schicksale der beiden sichtbar macht und zeigt, welche Folgen Verfolgung und Rassenwahn haben. Ein Thema, da waren sich die Theatermacher mit ihrem jugendlichen Publikum einig, das heute wieder hochaktuell ist.




Das Bühnenbild hob die Grenzen zwischen Versteck und KZ auf


Annika Woyda als Anne Frank
Anne Frank starb wenige Wochen vor der Befreiung
des Lagers Bergen-Belzen an Typhus
 


Text und Fotos: Markus Jung



 

“Der fliegende Holländer“ geht an der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim vor Anker


Das ein oder andere Kindergesicht drückte durchaus Überraschung aus, als die Vorstellung so richtig losging. So nahe waren die Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe echten Opernsängern wohl noch nie gekommen. Und sie waren von der Kraft und der Lautstärke der Stimmen sichtlich beeindruckt. Klassische Musik wird in dieser Altersgruppe selten gehört und Opernarien außerhalb der Schule vielleicht nie. Umso wichtiger, dass die „Kinderoper Papageno“ aus Wien dieses Werk von Richard Wagner kindgerecht aufbereitet hatte. Dazu fungierten die Figuren auch als Erzähler, erklärten zunächst die Kunstform Oper und machten die recht komplexe Handlung dann regelrecht zum Kinderspiel. Dabei durfte es auch gerne lustig werden, als sich zum Beispiel die Figuren lauthals stritten, welche denn nun die wichtigste des Stückes sei. Besonders fesselnd auf die Zuschauer wirkte auch, dass das Ensemble kurzerhand um 12 Kinder der PGRS+ erweitert worden war und die Mitschülerinnen und Mitschüler in Kostümen und sogar Sprechrollen auf der Bühne mitwirkten. Diese mutigen Schauspieldebütanten erhielten denn auch einen begeisterten Applaus. Ihre professionellen Kollegen kamen im Anschluss gar nicht hinterher, die zahlreichen Fragen ihres Publikums zu beantworten. So wurde der Einstieg in die Welt der Oper ein Erlebnis und zur sinnvollen Ergänzung des Musikunterrichtes.

 
 


Die jugendlichen Darsteller während der Aufführung …
 

 


… und das gesamte Ensemble beim verdienten Schlussapplaus.

 

 

Text und Fotos: Markus Jung