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Die Klasse 10a der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim nimmt erfolgreich am Schüler-Landtag teil


Am Ende war es noch einmal ganz knapp. Doch nach einer hitzig geführten Debatte wurde der Antrag der Klasse 10a auf eine rezeptfreie Ausgabe der „Pille danach“ vom Schülerparlament mit einer hauchdünnen Mehrheit verabschiedet. Zuvor hatten die drei anderen Fraktionen den Böhl-Iggelheimer Jungpolitikern der Partei für Gesundheit und Soziales (PGS) ganz schön zugesetzt. Sehr gut vorbereitet hinterfragten sie nicht nur die Verträglichkeit des Notfallmedikamentes, sondern auch die Notwendigkeit einer ärztlichen Beratung und ließen sogar ethische und religiöse Aspekte nicht außen vor. Die Fraktion aus dem Rhein-Pfalz-Kreis um ihre Vorsitzenden Michelle Reither und Sophie Günther wusste aber auf alle kniffligen Fragen die passenden Antworten und schaffte es mit Unterstützung von David Langner, Staatssekretär im Ministerium für Gesundheit, die politischen Kontrahenten zu überzeugen. Knapp setzte sie sich nach einer knappen Stunde Debatte durch und wird nun bei einem weiteren Besuch in der Landeshauptstadt versuchen, den zuständigen Fachausschuss des Landtages ebenfalls für ihr Anliegen zu gewinnen.


Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sophie Günther erläutert einen Änderungsantrag
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sophie Günther
erläutert einen Änderungsantrag


Begonnen hatte der Tag des 29. Schüler-Landtages mit einer Begrüßung durch den Präsidenten des Landtages Joachim Mertes, der den jugendlichen Gästen auch in einer Aktuellen Viertelstunde Rede und Antwort stand. Doch den Schwerpunkt bildeten selbstverständlich die Beratungen der vier Anträge, von denen sich zwei mit den Problemen von Jugendlichen in ländlichen Regionen des Landes wegen deren mangelnder Mobilität befassten. Die Rednerinnen berichteten von Ausbildungsplätzen nur wenige Kilometer vom eigenen Wohnort entfernt, die nicht angenommen werden könnten, weil man sie ohne Pkw schlicht nicht erreichen kann. Während sich hier ein Antrag zum Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs durchsetzen konnte, scheiterte der Antrag auf einen früheren Erwerb der Fahrerlaubnis an der bemerkenswerten Einschätzung der Jugendlichen, mit 17 Jahren zum selbstständigen Führen eines Kraftfahrzeuges noch zu jung zu sein.

Abgeordnete aller im Landtag vertretenen Parteien lobten die Schülerinnen und Schüler daher auch für ihr engagiertes und konzentriertes Debattieren und für die Ernsthaftigkeit, die sie in ihrem Abstimmungsverhalten zeigten und versprachen, sich diese für ihre eigene Arbeit als Vorbild dienen zu lassen. Von Politikverdrossenheit der jungen Erwachsenen jedenfalls war an diesem Tag in der Landeshauptstadt nichts zu bemerken und auch die Abgeordneten des Landtages wirkten von ihren jungen Kolleginnen und Kollegen neu inspiriert.


Die Klasse 10a im Plenarsaal des Mainzer Landtages
Die Klasse 10a im Plenarsaal des Mainzer Landtages

 


Text und Fotos: Markus Jung