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Rheinpfalz vom 12.01.2010


Eine Klasse auf zwei Niveaus

 

BÖHL-IGGELHEIM: Peter-Gärtner-Realschule plus setzt auf integratives Modell - Morgen Informationsabend

 

Mit der Realschule plus ist zum laufenden Schuljahr eine neue Schulart entstanden, in der die bisherige Haupt- und Realschule zusammenkommen. Zwei Modelle stehen zur Auswahl: die Realschule plus in kooperativer oder integrativer Form. Beide führen zum Abschluss der Berufsreife und zum qualifizierten Sekundarabschluss I. Die Peter-Gärtner-Realschule plus ist eine der wenigen in Rheinland-Pfalz, die integrativ arbeitet.
 

In der Integrativen Realschule lernen die Kinder und Jugendlichen auch nach der Orientierungsstufe - unabhängig vom Bildungsgang - gemeinsam in einem Klassenverband. Daher bleiben die Schüler in den Klassen 5 bis 8 durchgängig im Klassenverband zusammen; erst ab Klassenstufe 9 wird unterteilt: in Klassen, die wie die bisherige Hauptschule zur Berufsreife und wie die bisherige Realschule zum Sekundarabschluss I führen.

In einer Konferenz am 16. Dezember 2009 hat sich die Peter-Gärtner-Realschule plus dazu entschieden, nicht nur in Klassenstufe 7, sondern auch in den 8. Klassen mit klasseninternen Lerngruppen zu arbeiten. „Es gibt keine Kurse. Die Schülerinnen und Schüler befinden sich während der Pubertät in Unruhe mit sich selbst. Je mehr zusätzliche Unruhe das System bietet, desto schwieriger werden erfolgreiche Lernprozesse", so erklärt Rektorin Elisabeth Kasprowiak die Entscheidung.

Diese Schulform soll Schüler entsprechend ihren Neigungen und Leistungen fördern. „Das integrative Modell ist ein wertschätzendes Modell mit klasseninternen Lerngruppen, welches ein gemeinsames Arbeiten auf zwei Leistungsniveaus ermöglicht. Die Schüler können sich gegenseitig helfen und voneinander profitieren. Das Sozialverhalten ist ein ganz anderes", versichert Kasprowiak.

So sei es in Mathe und Englisch vorgeschrieben, dass es zwei verschiedene Klassenarbeiten gibt - mit einem Pflicht-Teil, den alle Schüler ausfüllen, und einem Kür-Teil für die leistungsstärkeren Schüler. Die differenzierten Materialien bedeuteten zwar einen höheren Arbeitsaufwand, aber die Lehrer wurden dafür speziell fortgebildet. „Beim Kurssystem gibt es wenig Unterricht im Klassenverband. Daher sieht der Klassenlehrer seine Schüler nicht oft, und es herrscht viel Unruhe im Lernalltag", sagt Kasprowiak.  

An der Peter-Gärtner-Realschule plus, die derzeit von 470 Schülern - davon 330 im Ganztagsbereich - besucht wird, sei man gespannt auf die Anmeldezahlen für das neue Schuljahr: „Es gibt viele Eltern, die ihr Kind gezielt hier anmelden, da wir integrativ arbeiten. Wir haben beispielsweise Schüler aus Speyer, Altrip, Neustadt oder Landau", berichtet die Rektorin. Mit Beginn des neuen Schuljahres am 10. August arbeiten dann auch die 8. Klassen offiziell im integrativen Modell mit klasseninternen Lerngruppen.

Morgen findet um 18 Uhr im Foyer der Schule eine Informationsveranstaltung zum Schulkonzept statt, die sich an alle Eltern der Schule sowie an Grundschuleltern richtet. Beantwortet werden sollen unter anderem die Fragen: Wie arbeitet eine Integrative Realschule plus? Was ist eine offene Ganztagsschule? Wie werden sowohl die leistungsstärkeren als auch die -schwächeren Schüler angemessen gefördert? Wie werden die Schüler zur Berufsreife geführt, wie zur Fachoberschulreife und zur gymnasialen Oberstufe?

 


 

TERMIN 
- Informationsabend, morgen, Mittwoch, 18 Uhr, Foyer der Peter-Gärtner-Realschule plus.
- Tag der offenen Tür am Samstag, 30. Januar, 9 bis 13 Uhr. (nin)