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Auszüge aus
Die Rheinpfalz - 
Mittelhaardter Rundschau - Stadt - Nr. 24
Samstag, 28. Januar 2017

Der neue Traumjob Landtagsabgeordneter
Sie sind angekommen

Von Anke Herbert

...

Auch das gehört dazu: Gesprächsrunde mit Schülern

Der AfD gelingt es am Donnerstagmorgen, den Aufruhr vom Mittwochnachmittag fortzusetzen. Die Debatte über Pressefreiheit sorgt für Emotionen und scharfe Worte. „Sie versucht immer mehr, mit der Sprache, mit ihrer Wortwahl, die Menschen zu spalten“, erzählt später Grünen-Abgeordneter Andreas Hartenfels aus dem Wahlkreis Kusel in einer Schülerrunde: Die Klasse 9b der Peter-Gärtner-Realschule plus aus Böhl-Iggelheim ist in Mainz, hat zuerst die Landtagssitzung besucht, jetzt ist ein Gespräch mit Abgeordneten angesagt. Neben Hartenfels sind Dirk Herber und Johannes Zehfuß dabei, für die SPD ist es Johannes Klomann aus Mainz, für die FDP Steven Wink aus Pirmasens. Die AfD ist nicht vertreten. Alle Fraktionen würden eingeladen, erklärt eine Mitarbeiterin des Landtags. Fünf solcher Runden habe es seit Mai gegeben, einmal sei die AfD gekommen. Als die Neuntklässler im Landtag waren, hatte Herber gerade ganz vorn neben Landtagspräsident Hendrik Hering Platz genommen. Wie Kazungu-Haß sitzt er ansonsten in der hinteren Reihe, weiter vorne sind in der Regel die „alten Hasen“ vertreten. Anderthalb Stunden lang war er einer von zwei Schriftführern, was aber wenig mit Schreiben zu tun hat. Der eine stoppt die Zeit, die den Abgeordneten beim Reden zusteht, was diesmal Herbers Aufgabe war. Der andere führt die Rednerliste.

Erst die Schulklasse, dann der Magen

Noch ganz frisch ist der Eindruck der Schüler, dass die Abgeordneten vieles andere erledigen, wenn sie im Plenum sitzen – und Stühle frei sind. „Wir fünf sind ja jetzt auch hier bei euch, während drüben die Sitzung läuft, obwohl da eigentlich Anwesenheitspflicht herrscht. Aber das hier gehört auch zu unserer Arbeit“, klärt Herber auf. Bei langen Sitzungen müsse zudem vieles nebenher erledigt werden. „Manchmal ist es aber auch ein Spiel: Beim Redner den Eindruck erwecken, dass keiner zuhört, und ihn damit verunsichern ...“ Beeindruckter sind die Schüler von dem klaren Bekenntnis des Quintetts zu einer den Menschen achtenden Flüchtlingspolitik. Gut die Hälfte der Jugendlichen hat einen unmittelbaren Migrationshintergrund, wie Klassenleiter Markus Jung erläutert. Daher lautet auch eine der vorbereiteten Fragen, wie es die Abgeordneten mit der Flüchtlingspolitik halten. Die künftigen Erstwähler könnten jetzt auch mit nach Hause nehmen, dass die AfD nicht mit ihnen diskutieren wollte, merkt Jung an, bevor er sich für die Ernsthaftigkeit bedankt, die Zehfuß, Herber und ihre Kollegen seiner Klasse entgegenbrachten.

Im Landtag hat derweil Kazungu-Haß gesprochen. Jetzt ist Mittagspause. Essen muss eben jeder.

 

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