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Speyer Kurier vom 17.06.2013

 

„Lernen mit Kopf, Herz und Hand“
 

Eröffnungsrede der Schulleiterin Frau KasprowiakPeter-Gärtner-Realschule plus feiert 40. Geburtstag

Von Franz Gabath


Böhl-Iggelheim-
„Ca. 2500 Schülerinnen und Schüler haben in den letzen 40 Jahren die Peter-Gärtner-Realschule plus besucht und in ihr das Rüstzeug für die Zukunft mitbekommen“ betonte die Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak bei der Eröffnung der Geburtstagsfeier zum 40-jährigen Bestehen der Schule in der Wahagnieshalle. Und 40 Jahre sind ein guter Grund zu feiern, zurück zu blicken und in die Zukunft zu schauen. Elisabeth Kasprowiak zeigte sich erfreut darüber, dass ihre Schule, trotz allgemeiner rückläufiger Schülerzahlen, die Anmeldezahlen über die Jahre konstant blieben. „Die Peter-Gärtner-Realschule plus genießt über die Grenzen der Gemeinde hinaus einen sehr guten Ruf“ betonte die Schulleiterin stolz. Dies ist nach ihrer Meinung zum einenÜberreichung der Torte einem engagiert arbeitenden Lehrerkollegiums zu verdanken Zur guten Atmosphäre zwischen Schülern, Lehrern und Eltern tragen aber nicht unerheblich der Schulelternbeirat und der Förderverein bei. Beiden Institutionen zollte Elisabeth Kasprowiak ein großes Lob. Der Schulelternbeirat überraschte die verblüffte Schulleiterin mit einer überdimensionalen Torte, diezwei Damen vom SEB auf die Bühne brachten. Eine getreue Nachbildung der Peter-Gärtner-Realschule plus. „Sogar der bunt bemalte Eingansbereich ist naturgetreu nachgebildet und auch mein Büro finde ich auf Anhieb“ entfuhr es der Schulleiterin spontan. Sie lies es sich nicht nehmen, gleich nach der Eröffnungsveranstaltung eines der Bäumchen zu verspeisen. Die Torte wurde später bei einem gesonderten Programmpunkt am Kuchenbuffet im Erdgeschoß angeschnitten und verteilt. Wobei der „Erstschüler“, Peter Christ und die Sekretärin und gute Geist der Schule, Silvia Albrecht, die ersten Stücke erhielten.


besondere GästeElisabeth Kasprowiak konnte als besondere Gäste, in Vertretung des Landrates, die Kreisschulreferentin Sylvia Gerdon-Schaa, Bürgermeister Peter Christ (CDU), den 1. BeigeordnetenKarl-Heinz Hasenstab (CDU), Altbürgermeister Reinhard Roos (SPD) sowie viele ehemaligen Lehrer, Hausmeister Sekretärinnen und technisches Personal begrüßen. Neben den Schülern waren unzählige Eltern, Geschwister, Großeltern, ehemalige Schülerinnen und Schüler zur Geburtstagsfeier gekommen.


„Die Peter-Gärtner-Realschule plus ist ein fester Bestandteil der Gemeinde, auch wenn sie seit einiger Zeit in die Trägerschaft des Rhein-Pfalz-Kreises übergegangen ist“ betonte Bürgermeister Peter Christ. „Ich war eine der „Erstbezieher“, als am 09. August 1973 die ersten Schülerinnen und Schüler einzogen“ erklärte der Bürgermeister schmunzelnd. 10,5 Millionen DM hat der Neubau, der aus Raummangel dringend nötig geworden war, gekostet – „gut angelegtes Geld für eine Einrichtung auf die wir in der Gemeinde mit Recht stolz sein können“ wie Christ betonte.


Herr SturmEinen humorvollen Rückblick auf die 40 Jahre zauberte der ehemalige Lehrer, Gerhard Sturm, aus seiner Aktenmappe, als er sich„mühevoll auf die Bühne schleppte“ wie er erschöpft und nach Atem ringend mit letzter Kraft stöhnte. In Prosa und im Reim hatte er so manche Anekdote in seiner alten Tasche, die ihn 30 Dienstjahre an der Peter-Gärner-Schule, das Realschule plus kam erst später, begleitete. Mit großem Engagement ist Sturm der PGS heute noch verbunden. In letzter Zeit betätigt der ehemalige Lehrer als Archivar und bringt das Archiv auf den neuesten Stand.


Den ganzen Tag herrschte in und um die Schule, so wie in der Wahagnieshalle, bei herrlichem Sommerwetter ein regen Treiben. Auf der Bühne der Wahagnieshalle wurde ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit der Schulband geboten. Die Schülerinne und Schüler hatten sich alle erdenkliche Mühe gegeben ihre Schule dem Anlass gemäß zu präsentieren. Nahezu 40 Projekte wurden in den letzten 4 Tagen erarbeitet um den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in die Geschichte und die Gegenwart ihrer Schule zu geben.


Schnappschüsse aus 40 Jahren PGS waren an den Wände im 2.Obergesoß zu sehen. Vier Zeittafeln erzählten von wichtigen Ereignissen in den zurückliegenden Dekaden. Tisch und Wandschmuck entstand unter den geschickten Händen von kleinen Künstlern. Bunte Kleider der Flower-Power- Zeit in den 1970-igern wurden genäht und präsentiert. Besondere Hingucker auch die während der Woche entstanden Sitzgelegenheiten bei der Gruppe „Stuhl Art“. Und auch kleine Kunstwerke entstanden aus Speckstein, einem Material das gar nicht so leicht zu bearbeiten war.


American Square Dance, Let´s Dance, Radtouren, waren Angebote für die Sportbegeisterten, die sich dann am Geburtstagsfest noch in einem Fußballturnier auf dem Minispielfeld messen konnten.


"Die Tolle Knolle"Einer ganz andere Richtung hatten sich Schülerinnen und Schüler der 5. Und 6. Klassen verschrieben. „Die Tolle Knolle“-AG erforschte Herkunft und Geschichte der Kartoffel. Ihr Wissen um die „Pfälzer Grumbeere“konnten die Kinder bei einem Besuch auf dem Hof und den Kartoffelfeldern des Landtagsabgeordneten der CDU, Johannes Zehfuß aus Böhl-Iggelheim vertiefen. Beim Glücksraddrehen konnte dann Säckchen mit Kartoffeln gewonnen werden.


„Wir sind eine offenen Schule, ohne Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“ war das Motto einer Projektgruppe, die Unterschriften sammelte, dass ihre Schule mit dem Prädikat „Schule ohne Rassismus“ ausgezeichnet werden kann. Die dafür erforderliche Stimmenanzahl wurde während der Woche und am Schulfest gesammelt.


Rheinhold Saur und Georg Spang von der ökumenischen Hungermarschgruppe stellten das diesjährige Projekt „Hoffnung auf Leben – ein Haus zur Wiedereingliederung von drogenabhängigen Jugendlicher in Peru“ im Foyer der Wahagnieshalle vor. Die ersten Spenden waren schon zu verzeichnen. Die goldenen Luftballonsterne, mit denen die Wahagnieshalle geschmückt war, wurden zu Gunsten des Hungermarschprojektes verkauft.


Die ganze Projektwoche und das Schulfest wurde wurden von den jungen Redakteuren der Video-AG und der neu zu gründenden Schülerzeitung in Wort und Bild begleitet und dokumentiert.


Bild: fg


17.06.2013