Eine Krise ist ein produktiver Zustand, man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen!

 

 

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Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

 

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Theaterstück “Sophie Scholl – Freiheit“ zu Gast an der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim


„In unserem Foyer hängt eine Tafel zur Erinnerung an eine ganz besondere Auszeichnung, die wir vor einem Jahr erhalten haben“, erinnerte Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak die 9. und 10. Klassen der PGRS plus Böhl-Iggelheim bei ihrer Begrüßung des Theaters am Ehrenbreitstein. „Wir sind Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Diesen Status gelte es nun stetig weiterzuentwickeln. Wie könnte das besser gelingen, als durch die Auseinandersetzung mit jener Zeit, die in Deutschland menschenverachtenden Rassismus zur Staatsräson erhoben hatte und jede Form der Courage mit brutalster Härte unterband? Oder noch besser, durch eine Begegnung mit dem Widerstand gegen diese Tyrannei? Zu den bekanntesten Menschen, die sich dem Nationalsozialismus entgegenstellten, gehören die Geschwister Sophie und Hans Scholl. Sie waren Mitglieder der Weißen Rose, jener Gruppe, die durch die Verbreitung von Flugblättern gegen den Krieg und die Diktatur Adolf Hitlers kämpfte. An ihrem Beispiel zeigten die Schauspieler Annika Woyda und Matthias Krause in einer Inszenierung von Gabriel Diaz zu welchem Einsatz Menschen fähig waren, die sich Menschlichkeit und persönliche Freiheit gegen übermächtige Widerstände erkämpfen mussten. Das Stück, gefördert durch laprofth, den Landesverband professioneller freier Theater in Rheinland-Pfalz, arbeitet dabei mit einer bewegenden Collage von Originaltexten, darunter Verhörprotokolle, aber auch private Zeugnisse wie Briefe und andere persönliche Aufzeichnungen. Im Gespräch nach der Aufführung übertrugen die Theatermacher die Anliegen der Geschwister Scholl auf ihr jugendliches Publikum und die Gegenwart. Sie diskutierten darüber, wie Rassismus heute als Fremdenfeindlichkeit wieder hoffähig wird und dass der Umgang mit Flüchtlingen Anlass genug für alle sein sollte, mit Nachdruck für die Interessen von Ausgegrenzten und Schwächeren zu kämpfen. Auch 72 Jahre nach der Hinrichtung der Geschwister Scholl scheinen diese Themen brandaktuell zu sein und ihr Mut und ihre Opferbereitschaft beeindrucken heute noch die jungen Zuschauer in Böhl-Iggelheim im Foyer der Wahagnies-Halle.

 

Theaterstück Sophie Scholl
Sophie und Hans Scholl während eines Verhörs durch die Gestapo


 

Text und Foto: Markus Jung