Keinen verderben zu lassen, auch nicht sich selber.
Jeden mit Glück zu erfüllen, auch sich, das ist gut.

Bertolt Brecht (Shen Te in "Der gute Mensch von Sezuan")

 

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Die Peter-Gärtner-Realschule plus verschafft den Menschenrechten Gehör


Zum 66. Jahrestag der Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschrechte durch die Vereinten Nationen veranstaltete die Peter-Gärtner-Realschule plus (PGRS+) einen Aktionstag. Dazu waren alle Klassen am 10.12.2014 aufgefordert einen Beitrag zu leisten. Am nachdrücklichsten kamen dem wohl die fünften und sechsten Klassen nach, die mit Matthias Philipzen, Jazzmusiker und Dozent für Percussion an der Musikhochschule Würzburg, unüberhörbar auf die Menschenrechte aufmerksam machten. Auf Cajones, ursprünglich die Instrumente peruanischer Sklaven, erarbeiteten sie Rhythmen, die während des ganzen Aktionstags im Schulhaus zu hören waren.

 

Matthias Philipzen und die Klasse 6b
Matthias Philipzen und die Klasse 6b
verschaffen den Menschenrechten gemeinsam Gehör

 

Andere Klassen der PGRS plus, die sich seit diesem Jahr “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen darf und sich dem Thema ganz besonders verpflichtet fühlt, erarbeiteten Referate, integrierten die Besprechung der “Human Rights“ in den Fremdsprachenunterricht oder ließen sich von ihrer aus dem Irak stammenden Mitschülerin Diana erklären, wie fürchterlich es Menschen ergeht, deren Rechte von Terrormilizen wie dem IS mit Füßen getreten werden. Da seit kurzem Flüchtlingskinder aus Syrien die Schule besuchen, denen die Schulgemeinschaft so gut wie möglich zu helfen versucht, waren diese Informationen aus erster Hand natürlich besonders brisant und gingen den Jugendlichen sichtlich nahe. Die Klasse 8a besuchte eigens das Theaterstück “Martin Luther King“ im Theater Im Pfalzbau in Ludwigshafen und beteiligte sich dort intensiv an der Nachbesprechung. Einen Menschenrechtsführerschein erwarb die Klasse 9d im Jugendnetz. Mit Rassismus und Diskriminierung wiederum machte die Klasse 8c ganz eigene Erfahrungen. Sie wurde von ihren Lehrern in zwei Gruppen geteilt, von denen die eine lernen durfte, die andere aber den Schulhof kehren sollte. Natürlich wurde das als ungerecht empfunden und die unfaire Behandlung ganz automatisch zum Gesprächsthema. Dass es auch in unserer Gesellschaft solche Tendenzen der willkürlichen Ungleichbehandlung, der Abwertung von Herkunft, sexueller Orientierung oder schlicht finanzieller Möglichkeiten gibt, wurde den Schülerinnen und Schülern wohl selten so deutlich.



Klasse 6b im Rollenspiel
Die Klasse von Stefan Erbe erprobt in einem Rollenspiel
die Einhaltung der Menschenrechte
 

 
 

Text und Fotos: Makus Jung