Die Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim beteiligt sich wieder an der Juniorwahl


Am 20.05.2014 konnten 52 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim etwas tun, was den übrigen Bundesbürgern noch fünf Tage verwehrt bleiben sollte. Sie durften das Europäische Parlament mit Sitz in Straßburg wählen – im Rahmen der Juniorwahl. Nach der Wahl des Deutschen Bundestages 2013 war dies bereits die zweite große Parlamentswahl, die die Jugendlichen auf diese Art begleiten konnten.

Das bundesweite Rollenspiel der Juniorwahl ermöglicht den Heranwachsenden das Üben und Erleben von Demokratie: parallel zum Europawahlkampf wird die Wahl im Unterricht inhaltlich vorbereitet und realitätsnah durchgeführt: inklusive Wahllokal, Wahlzettel und Wahlurne. Im Vorfeld hatten Schülerinnen als Wahlhelferinnen Wahlbenachrichtigungen verteilt, Wählerverzeichnisse angelegt, einen Wahlvorstand gebildet und im Anschluss selbstständig die Stimmen ausgezählt.

 

Die Wahlhelferinnen führen die Juniorwahl wie in einem richtigen Wahllokal durch
Die Wahlhelferinnen führen die Juniorwahl wie in einem richtigen Wahllokal durch



Der Schwerpunkt des Projektes liegt dabei in der politischen Bildung der zukünftigen Wählerinnen und Wähler. Den teilnehmenden Klassen werden spezielle Unterrichtsstunden zum Thema "Wahlen und Europäische Union" als Ergänzung des normalen Sozialkundeunterrichts angeboten. Die Juniorwahl stellt somit ein praxisorientiertes Konzept zur politischen Bildung dar: am Ende der Unterrichtseinheit steht keine Klassenarbeit auf dem Stundenplan, sondern der Wahlakt.
 

Lina mit ihrem Stimmzettel in der Wahlkabine
Lina mit ihrem Stimmzettel in der Wahlkabine

 

Dieses aktive Wählen wenige Tage vor dem eigentlichen Wahlsonntag bildet natürlich den Höhepunkt des gesamten Projektes. Eine Wahlbeteiligung von fast 80 % zeugt von dem großen Interesse der “Jungwähler“. Und dann sind fünf Tage Hochspannung garantiert, bis nämlich das eigene Ergebnis mit dem Resultat der echten Wahl verglichen werden kann.


Foto und Text: Markus Jung