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Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim überreicht Scheck an den Verein "Hilfe für Sri Lanka West e.V."

Bereits zum achten Mal spendete die Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim gemeinsam mit ihrem Förderverein einen Teil des Erlöses des traditionellen Adventsbasars an den Verein "Hilfe für Sri Lanka West e.V." aus Neustadt. Dazu steuerten alle Klassen 10% ihrer Gewinne bei und der Förderverein rundete den Betrag gewohnt großzügig auf. So konnte sich die Kassenwartin des Vereins Juliane Rieder in diesem Jahr über eine Spende von 400 Euro freuen. Überreicht wurde die stolze Summe gemeinsam von der Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak und der Vorsitzenden des Fördervereins Sabine Scanu.
 

Scheckübergabe an den Verein Hilfe für Sri Lanka West
Die Vorsitzende des Fördervereins Sabine Scanu und die Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak
überreichen den Spendenscheck an die Kassenwartin des Vereins Juliane Rieder (v.l.n.r.)


 


 

Interview der Klasse 9a mit der Kassenwartin des Vereins Juliane Rieder


Frau Rieder, ist Geld sammeln Ihr Hobby?
Für den Verein ja, aber ansonsten eher nicht.

Wie lange gibt es Ihren Verein schon?
Es gibt ihn seit Mai 2005.

Wie kam es zur Gründung und wer sind die Gründer?
Ich bin mit meinem Freund Daniel Haken Anfang Februar 2005 nach Sri Lanka gereist, um dort Urlaub zu machen. Da sahen wir die Zerstörungen, die der große Tsunami am 26. Dezember 2004 angerichtet hatte und beschlossen zu helfen. Zurück in Deutschland gründeten wir mit 5 Freunden unseren Verein.

Was sind Ihre Ziele?
Wir begannen ganz gezielt mit der Unterstützung von Opfern des Tsunami, inzwischen ist unser Ziel weiter gefasst, wir unterstützen generell arme und bedürftige Menschen vor Ort.

Wie viele Mitglieder haben Sie inzwischen und spenden diese auch selbst?
Wir haben heute 20 Mitglieder, die ihren Jahresbeitrag leisten und darüber hinaus auch gelegentlich spenden.

Erhalten Sie Geld für Ihre Arbeit und falls ja, wie viel?
Nein, wir erhalten kein Geld, unsere Arbeit ist ehrenamtlich. Notwendige Ausgaben für Reisen nach Sri Lanka, wie Flüge, Unterkunft und auch alle anderen Unkosten werden komplett privat getragen.

Wie und von wem wird der Verein organisiert, welche Aufgaben gibt es zu erledigen?
Wir sind ein e.V., ein eingetragener Verein, Daniel Haken ist der Vorstand des Vereins, ich übernehme die Aufgaben der Kassenwartin. Weitere wichtige Aufgaben sind die Verwaltung des Vereins und natürlich vor allem die Durchführung und Begleitung der Hilfsprojekte in Sri Lanka selbst.

Waren schon Mitglieder in Sri Lanka, um sich die Fortschritte anzusehen?
Daniel und ich sind zweimal jährlich in Sri Lanka. Seit 2012 haben wir 2 neue Vereinsmitglieder, die sich schon lange regelmäßig privat in Sri Lanka aufhalten und uns nun unterstützen. Sie waren 2012 sogar dreimal vor Ort.

Wo ist der Sitz des Vereins?
Der befindet sich in Neustadt an der Weinstraße.

Worauf sind Sie besonders stolz bezüglich Ihrer Organisation?
Wir sind besonders stolz, dass tatsächlich 100% der Spenden in Sri Lanka ankommen und kein Geld verloren geht, weil wir wie bereits gesagt alle ehrenamtlich arbeiten. Und es macht uns natürlich immer wieder stolz, die strahlenden Gesichter der Menschen zu sehen, denen wir helfen konnten.

Wie sind Ihre persönlichen Verbindungen zu Sri Lanka?
Am Anfang war Sri Lanka lediglich ein Urlaubsziel, aber inzwischen haben wir viele Freunde dort, nun ist es eine zweite Heimat für uns.

Wie machen Sie auf den Verein aufmerksam?
Wir halten Vorträge in Schulen, bei Rotariern, Lion-Clubs und in anderen öffentlichen Einrichtungen. Da ich in der Gastronomie arbeite, habe ich gelegentlich die Chance, die Gäste über den Verein und seine Arbeit zu informieren. Und ab und an berichtet die Presse von unserer Arbeit.

Wie viel Geld spenden Sie jährlich nach Sri Lanka?
Das ist sehr unterschiedlich, im Moment sind es wohl zwischen 4.000 und 8.000 Euro jährlich. Seit unserem Bestehen sind so bereits über 72.000 Euro nach Sri Lanka geflossen.

Von wem erhalten Sie Spenden?
Die meisten Spenden erreichen uns von Privatleuten. Aber auch Schulen wie eure und sogar Städte und Gemeinden spenden, so haben uns zu Beginn unserer Arbeit die Stadt Neustadt und die Gemeinde Haßloch größere Summen zur Verfügung gestellt.

Welche Probleme gibt es hauptsächlich in Sri Lanka?
Viele! Unmittelbar nach dem Tsunami waren ganze Dörfer zerstört. Die Überlebenden hatten oft nur noch das, was sie am Leib getragen hatten. Viele waren von heute auf morgen ohne Einkommen und der Tourismus fiel für lange Zeit als Einnahmequelle weitgehend aus. So gibt es bis heute große Armut in Sri Lanka bis hin zum Hunger, mangelhafte hygienische Bedingungen und erheblichen Mangel an Arbeitsmaterialien und medizinischer Hilfe.

Was wurde bisher mit den Spendengeldern gemacht?
Wir versuchen in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, indem wir Arbeitsgerät und Arbeitsmaterialien zur Verfügung stellen, um Familien ein Einkommen zu ermöglichen. Wir haben Waisenhäuser und Altersheime unterstützt und kümmern uns um die medizinische Betreuung Kranker oder spenden Nahrungsmittel. Wir haben aber auch bereits größere Projekte umgesetzt und zerstörte Häuser wieder repariert, indem wir Dächer bauen ließen oder auch einfach Toiletten in Stand setzten oder völlig neu errichteten.
 
Wo liegen die kulturellen Unterschiede zwischen Sri Lanka und Deutschland?
Es ist nicht alles so strukturiert und organisiert wie bei uns, die Kleiderordnung ist völlig anders, so sollten bei Frauen zum Beispiel immer die Schultern und die Knie bedeckt sein. Die Menschen sind sehr abergläubisch und achten streng auf Horoskope. Oft geht das so weit, dass wir unsere Aktivitäten an Hokuspokus ausrichten müssen und eine neue Maschine nicht sofort, sondern erst am Tag der günstigen Vorhersage eingesetzt werden kann.

Seit wann ist ihr Verein mit der Peter-Gärtner-Realschule plus (PGS) in Kontakt?
Die PGS hat bereits bei ihrem Adventsbasar 2005 gespendet, ist also seit dem Gründungsjahr dabei. Vielen Dank an dieser Stelle!

Wie kam der Kontakt zu Stande?
Eines unserer Vereinsmitglieder ist Lehrer an der PGS und hat den Kontakt hergestellt, als die PGS und ihr Förderverein ein Projekt für die Spenden des Adventsbasars gesucht haben.

Was wurde mit dem Geld der PGS schon alles ermöglicht und was ist Ihr aktuelles Projekt?
Mit dem Geld wurde vor allem vielen Schulen geholfen, indem Tische, Bänke oder auch einfach Landkarten für den Erdkundeunterricht angeschafft wurden. Wir konnten einen defekten Schulbus reparieren, Schuluniformen kaufen, einen Computer anschaffen und einem Lehrer eine Computerausbildung ermöglichen. Ein aktuelles Projekt könnte sein, in einer Schule für Behinderte einen Raum zur Sinnesförderung einzurichten. Das wird sich bei der nächsten Reise vor Ort ergeben.