England here we come!


Wie unsere Englandfahrt war? Ganz anders als wir es uns vorgestellt hatten. Man muss sagen, 6 Jahre lang wurde uns von Frau Teutsch-Körper über England und seine Hauptstadt London vorgeschwärmt. Jedes Jahr war England sicher einmal Thema unseres Englischunterrichts (auch wenn es sicher nicht im Lehrplan stand :)) und als sich unsere Zeit an der PGS dem Ende näherte, war es soweit, die Abschlussfahrt zu planen, deren Ziel insgeheim schon feststand.

„Goodbye Germany“ hieß es dann vom 14.06 bis 20.06.2015 für 48 Schüler beider 10. Klassen. Sonntagabends, nachdem das Gepäck verstaut und alle reichlich verabschiedet waren, ging es Punkt 22:00 Uhr los. Und trotz der Müdigkeit einiger, steigerte sich unsere Aufregung immer mehr. Nach 10 Stunden Busfahrt, in der niemand wirklich Schlaf bekam, begleitet von zwei Filmen und viel Gelächter, stiegen wir morgens um 8:00 Uhr in Dünkirchen (Frankreich) auf die Fähre. Nach zwei weiteren schwankenden Stunden, die mit reichlicher Einnahme von Medikamenten gegen die Übelkeit erträglich wurden, kamen die sehnsüchtig erwarteten Kreidefelsen von Dover in Sicht.
 

10a und 10b vor dem Bus


Die nächsten vier Stunden nach Poole, fuhren wir „mit links“, wo uns nach unserer Ankunft und einer darauffolgenden, kleinen Bootstour, noch Zeit blieb, in Jogginghosen und T-Shirt durch die Fußgängerzone zu spazieren. Dort machten viele von uns ihre erste Bekanntschaft mit Fish & Chips, worauf wir dann gegen 18:00 Uhr (nach englischer Zeit), an der Poole Grammar School endlich unsere Gastfamilie kennenlernten.
Die einen von uns, manche zu zweit, andere zu viert, waren bei jüngeren Leuten mit Kindern, die anderen bei eher älteren untergebracht. Jeder hatte seine eigenen Vorzüge und am nächsten Tag, auf dem Weg zu unserer „Coastal Tour“, einiges zu erzählen. Die zuerst steil bergauf laufende Wanderung, die einigen sehr aufs Gemüt schlug, war beim Anblick des azurblauen Meers mit dem Kiesstrand und seinen Kreidefelsen, an dem der Rest des Tages wie im Fluge verging, schnell wieder vergessen. Zum Trotz über das englische Wetter fuhren einige mit einem Sonnenbrand zum anschließenden gemeinsamen Bowlingspielen.

Am darauffolgenden Tag – nach raschem Vorbeifahren an Stonehenge – besichtigten wir die Römischen Thermen in Bath, deren Ausstellung so viel zeigte, dass man sich gar nicht über alles informieren konnte. Nach gebotener Gelegenheit schlenderten wir dann noch in Kleingruppen durch die Innenstadt. Durch Mitspielen des Wetters fuhren wir gegen Abend an die Sandbänke in Poole, an dem sich einige von uns einer extremen Abkühlung in den Wellen unterzogen, bevor wir dann erschöpft in unsere Gastfamilien zurückkehrten.

Donnerstags erfolgte die Fahrt zur Kathedrale in Winchester, in der man viel über die Legende von König Arthur und seinen Rittern der Tafelrunde erfuhr. Nach einer kurzen Zeit in Kleingruppen fuhren wir dann weiter nach Portsmouth zur Besichtigung der HMS Victory, Lord Nelsons Kriegsschiff, auf dem uns viel über das damalige Leben an Bord und die Schlacht bei Trafalgar erzählt und gezeigt wurde. Im Anschluss ging es von dem antiken Segelschiff schon wieder aufs Wasser, diesmal auf eine Hafentour, bei der man Kriegsschiffe aus aller Herren Länder, bis hin zum Flugzeugträger sehen konnte. Ein weiterer „Höhepunkt“ – der Spinnaker Tower. Er ist das höchste begehbare Bauwerk des Vereinigten Königreichs außerhalb von London. Besonders schwindelerregend war die Aussicht über den Hafen von Portsmouth und die umliegende Gegend, sowie der Glasboden in 100 Metern Höhe.

Nachdem wir uns freitagmorgens von unserer Gastfamilie verabschiedet hatten, ging es um 7:30 Uhr schon los Richtung London. Nach drei Stunden Fahrt, von der wir eine nur quer durch London gefahren sind, war das erste Ereignis des Tages eine Fahrt über die Themse. Dabei haben wir Dinge wie den Tower von Big Ben, London Eye, die Tower Bridge und beim darauffolgenden Spaziergang durch London, Houses of Parlament und die Westminster Abbey gesehen, die wir leider nur von außen bewundern konnten. Danach führte uns unser Weg durch den St. James’s Park, der zu den vier königlichen Parks in London zählt, weiter zum eigentlichen Highlight Londons – dem Buckingham Palace.  Während einige kläglich versuchten, die Aufmerksamkeit der Palastwachen auf sich zu ziehen, kündigte die gehisste Flagge auf dem Dach die Anwesenheit der Queen an. Nach unserer Ankunft am Piccadilly Circus wurde uns die Möglichkeit gegeben, uns eine gewisse Zeit frei durch Londons Innenstadt zu bewegen oder mit einer Gruppe den weltweit größten Spielwarenladen zu besuchen.

 

Piccadilly Circus


Im Anschluss trafen wir uns gegen 18:00 Uhr am Waterloo Place, von wo aus unser Bus uns abholte und wir uns letztendlich auf den Weg zur Fähre machten, die uns zurück nach Frankreich brachte. Auch diese schwungvolle Fahrt erforderte Anstrengung, die die meisten auf der darauffolgenden Busfahrt doch ein wenig schlafen ließ. Die letzten Stunden unserer gemeinsamen Abschlussfahrt vergingen daher wie im Fluge, bis wir morgens um 10:00 Uhr wieder an der PGS ankamen und von allen freudig empfangen wurden.

Ein ganz großes Dankeschön geht an unsere drei begleitenden Lehrkräfte Frau Maley, Frau Teutsch-Körper und Mrs Panneton, die ihre Aufgabe mehr als gut erfüllt haben. Vor allem aber an Frau Teutsch-Körper, die all dies organisiert hat. Ebenso ein großes Dankeschön an unsere beiden super lieben Busfahrer, die jeden Spaß freudig mitgemacht haben.
Dank Ihnen bleibt diese Fahrt unvergesslich!


Jana Birzer (10b) und Sabrina Hofmann (10a)